NGC 6960, NGC 6992 & Co. – Der komplette Cirrusnebel im Schwan (Seestar)

Details

Typ:Supernova-Überrest
Katalognummer(n):NGC 6960, NGC 6992, NGC 6995 sowie Caldwell 33 und Caldwell 34
Entfernung:ca. 2400 Lj.
scheinbare Helligkeit:ca. 7 mag
Sternbild:Schwan
Teleskop:ZWO Seestar S50 Pro* (Amazon🛒)
Zubehör:
Sonstiges:Für die Nachbearbeitung kam nur die Seestar eigene App zum Einsatz

Über dieses Objekt

Der Cirrusnebel (oft auch Cygnus Loop genannt) im Sternbild Schwan ist ein gewaltiger Emissionsnebel und einer der bekanntesten Supernova-Überreste am Nordhimmel. Vor etwa 10.000 bis 20.000 Jahren explodierte hier ein massereicher Stern. Dessen äußere Hüllen wurden mit unvorstellbarer Wucht in das interstellare Medium geschleudert. Die Schockwellen dieser Explosion breiten sich bis heute aus und regen das umliegende Gas zum Leuchten an, was die typischen fadenförmigen Strukturen erzeugt. Der Nebelkomplex umfasst mehrere visuelle Bereiche, darunter den westlichen Sturmvogel, der sich scheinbar um den hellen Vordergrundstern 52 Cygni wickelt, sowie den östlichen Netzwerknebel und Pickerings Dreieck. Aufgrund seiner enormen Winkelausdehnung von fast drei Grad am Himmel ist der gesamte Komplex ein klassisches Ziel für die Deep Sky Astrofotografie, besonders wenn man Mosaik-Techniken oder Instrumente mit großem Sichtfeld einsetzt.

Über diese Aufnahme

Am 1. September 2026 richtete ich das Seestar S50 Pro auf den kompletten Cirrusnebel. Um die weitreichende Ringstruktur dieses Supernova-Überrests voll erfassen zu können, nutzte ich die Mosaik-Funktion im Alt-AZ-Modus der Montierung. So bekam ich den westlichen Sturmvogel (NGC 6960) und auch die östlichen Bereiche wunderbar ins Bildfeld. Insgesamt sammelte ich 181 Minuten Belichtungszeit in 10-Sekunden-Schritten. Der integrierte LP-Filter half dabei sehr gut gegen die Lichtverschmutzung. Der Mond stand in dieser Nacht als abnehmender Mond zu etwa 85 Prozent beleuchtet anfangs noch unter dem Horizont und ging erst im Laufe des späten Abends auf. Dadurch blieb zu Beginn der Aufnahmeserie ein recht dunkles Zeitfenster, bevor der Erdtrabant den Himmel später merklich aufhellte. Dank des Schmalbandfilters ließ sich dies aber gut ausgleichen.

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