Über das Objekt
NGC 7331 ist eine prächtige Spiralgalaxie im Sternbild Pegasus, die oft als „Milchstraßen-Zwilling“ bezeichnet wird, da sie unserer eigenen Heimatgalaxie in Größe und Aufbau sehr ähnelt. Sie ist etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernt. In unmittelbarer Nachbarschaft, wenn auch physisch weiter entfernt, findet sich HCG 92, besser bekannt als Stephans Quintett. Diese Gruppe aus interagierenden Galaxien ist ein Paradebeispiel für galaktische Kollisionen und Gravitationseffekte, was sie zu einem der spannendsten Ziele für die Astrofotografie macht.
- NGC 7331 zeigt eine ausgeprägte Spiralstruktur und beherbergt eine Vielzahl von aktiven Regionen.
- Stephans Quintett besteht aus fünf Galaxien, wobei vier davon tatsächlich eine eng verbundene Gruppe bilden, die in einer spektakulären Weise miteinander interagiert.
- Diese Region im Pegasus bietet einen hervorragenden Einblick in die Vielfalt und die dynamischen Prozesse im tieferen Universum.
- Die Beobachtung erfordert aufgrund der geringen Flächenhelligkeit besonders bei der Gruppe von Stephan eine gute Ausrichtung und ausreichende Belichtungszeit.
Objekt Details
| Katalognummer(n): | NGC 7331 / HCG 92 |
| Typ: | Spiralgalaxie |
| Entfernung: | ca. 40 Mio Lj. (NGC7331) ca. 300 Mio Lj. (HCG 92) |
| Ausdehnung: | ca. 140.000 Lj. (NGC 7331) |
| scheinbare Helligkeit: | ca. 10 mag (NGC 7331) ca. 14 mag (HCG 92) |
| Sternbild: | Pegasus |
Über diese Aufnahme
Am 7. November 2020 habe ich mich an diese beiden Ziele gewagt. Es war ein besonderer Abend, weil ich nach der erfolgreichen M51-Aufnahme direkt weitergemacht habe. Der Umstieg auf das GoTo-System hatte mir die Hemmschwelle genommen, mich an solch vergleichsweise kleine und lichtschwache Ziele heranzuwagen. Die 120 Sekunden Belichtungszeit am Stück waren für mich zu diesem Zeitpunkt Neuland. Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, wie sich die Ausrüstung bewährt und die Bildqualität mit der Erfahrung Schritt hält. Auch wenn ich damals noch keine Stacking-Software nutzte, zeigt diese Aufnahme sehr gut, was man mit etwas Mut zur längeren Belichtung erreichen kann.
Bild Details
| Datum: | 07. 11. 2020 |
| Teleskop: | Teleskop N 150/750 Photon OTA* |
| Montierung: | Skywatcher EQ5* |
| Kamera: | Sony NEX 5 |
| Filter: | |
| Zubehör: | Goto Upgrade Kit* |
| Aufnahmezeit : | 120s |
| Anmerkung: |
Weitere Aufnahmen
Hier findest du weitere Versionen dieses Objekts aus dem Astroarchiv
Ältere Aufnahmen
Bild Details
| Datum: | 10. 08. 2024 |
| Teleskop: | Meade LX200 ACF 3550/355* |
| Montierung: | PetrusII (Eigenbau) |
| Kamera: | Svbony SV405CC (Amazon🛒) |
| Filter: | Astronomik Luminanz UV-IR-Blockfilter L-2 2″* |
| Zubehör: | TS-Optics 0,67x Premium RC-Reducer* (Amazon🛒) |
| Aufnahmezeit : | 3h 35m |
| Anmerkung: |
Über diese Aufnahme
NGC 7331 gehört mit Sicherheit zu den schönsten Galaxien, ist die hellste im Sternbild Pegasus und wurde obendrein von mir auch schon visuell beobachtet. In der knapp 3,5 Stunden lang belichteten Aufnahmen kommen weitere Galaxien zum Vorschein. Diese sind aber nicht gravitativ an NGC 7331 gebunden, sondern deutlich weiter von uns entfernt. Im Falle von NGC 7337 (im Bild rechts oben) sind es knapp 300 Millionen Lichtjahre, während die Galaxie 7336 (im Bild rechts unten) gar mehr als 400 Millionen Lichtjahre von uns entfernt ist. Etwa ein halbes Grad weiter südlich steht die bekannte „Galaxiengruppe“ Stephans Quintett.
Eigentlich hätte ich an diesem Abend auf eine Belichtungszeit von etwa 5 Stunden kommen können, aber leider verlor PHD2 während der Kalibrierung permanent den Leitstern. Aller Wahrscheinlichkeit hat es in irgendeiner Form an der Dunkelbilder Bibliothek gelegen, denn nach einem erneuten erstellen dieser, gab es keine Probleme mehr. Nichtsdestotrotz bin ich mit der Aufnahme ganz zufrieden. Die Strukturen konnten schön herausgearbeitet werden und auch das Staubband der Galaxie ist deutlich zu erkennen.

























