Messier 97 – Der Eulennebel im Großen Bären

Über diese Aufnahme

Am 19.05.2024 habe ich M 97 mit einer Gesamtbelichtungszeit von 1 Stunde und 29 Minuten aufgenommen. Dabei kamen Einzelbelichtungen von jeweils 60 Sekunden zum Einsatz.

Aufnahme Details

Datum:19. 05. 2024
Teleskop:Meade LX200 ACF 3550/355*
Montierung:PetrusII (Eigenbau)
Kamera:Svbony SV405CC (Amazon🛒)
Filter:UV-IR-Blockfilter*
Zubehör:
Aufnahmezeit :1 h 29 m
Anmerkung:

Über diese Objekt

Wissenschaftliche Ebene Messier 97, bekannt als der Eulennebel, ist einer der komplexesten planetarischen Nebel an unserem Himmel. Er befindet sich im Sternbild Großer Bär und entstand vor etwa 6.000 Jahren, als ein alternder Stern seine äußeren Gashüllen abstieß. Sein charakteristisches Aussehen – zwei dunkle Aussparungen, die an die Augen einer Eule erinnern – verdankt er seiner dreischaligen Struktur. Wir blicken hier auf einen zylindrischen Gasausstoß, dessen Enden etwas dünner besiedelt sind, was uns diesen faszinierenden „Durchblick“ ermöglicht. Im Zentrum des Nebels leuchtet ein Weißer Zwerg mit einer Helligkeit von etwa 16 mag, der das umliegende Gas zum Leuchten anregt.

Astrofotografische Ebene Fotografisch gehört M 97 zu den eher lichtschwächeren Messier-Objekten. Die größte Herausforderung liegt darin, die feinen Helligkeitsunterschiede innerhalb der bläulich-grünen Scheibe herauszuarbeiten, ohne das Zentrum zu überbelichten oder die Struktur der „Augen“ im Bildrauschen zu verlieren. Da der Nebel fast ausschließlich in den Linien von ionisiertem Sauerstoff ([OIII]) und Wasserstoff (H-Alpha) leuchtet, ist er ein ideales Ziel für moderne Astrokameras. Eine präzise Nachführung ist bei der Brennweite eines großen Teleskops unerlässlich, um die runde Form und den schwachen Zentralstern punktgenau abzubilden.

Hintergrund und wissenschaftliche Details

  • Objekttyp: Planetarischer Nebel.
  • Entfernung: Ca. 2.030 Lichtjahre.
  • Durchmesser: Etwa 2 Lichtjahre.
  • Zentralstern: Weißer Zwerg, ca. 16,0 mag hell.
  • Konstellation: Großer Bär (Ursa Major).
  • Neueste Erkenntnisse:
  • JWST-Studien: Aktuelle Infrarotdaten zeigen, dass der Nebel von einem noch viel ausgedehnteren, extrem schwachen Halo umgeben ist, der Material aus noch früheren Eruptionen des Sterns enthält.
  • Massentransfer: Messungen der Expansionsgeschwindigkeit deuten darauf hin, dass die Masse des ursprünglichen Sterns etwa der 1,5- bis 2-fachen Masse unserer Sonne entsprach.
  • Gerüchte:
  • Unter Astronomen wird oft diskutiert, ob die markante Eulen-Form durch die Anwesenheit eines bisher unsichtbaren Begleitsterns im Zentrum beeinflusst wurde, der den Gasausstoß während der Entstehungsphase geformt hat.

Objekt Details

Katalognummer(n):M 97
Typ:planetarischer Nebel
Entfernung:ca. 3000 Lj.
Ausdehnung:ca. 2 Lj.
scheinbare Helligkeit:ca. 9,9 mag
Sternbild:Großer Bär

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