Der ungleiche Kampf der Giganten: Meine Begegnung mit den schönsten Kugelsternhaufen.

M 13
Omega Centauri

„Im Januar hatte ich das Glück, dem kalten deutschen Winter zu entfliehen und auf Fuerteventura Zuflucht zu finden. Das warme Klima und die sternenklaren Nächte waren die perfekte Kulisse, um meiner Leidenschaft nachzugehen. Natürlich durfte mein Seestar S50 nicht fehlen.

Obwohl der Himmel durch einen beinahe vollen Mond erhellt wurde, war es mir eine Herzensangelegenheit, die seltene Gelegenheit zu nutzen. Nach langem Überlegen stand der Entschluss fest: Ich machte mich um 4 Uhr morgens auf, noch bevor die Sonne den Himmel eroberte, um den nur 10 Grad über dem Horizont stehenden Omega Centauri zu fotografieren – ein Anblick, der mir in unseren Breitengraden leider verwehrt bleibt.“

Zurück in Deutschland stand ein paar Tage später unser berühmtester Kugelsternhaufen, Messier 13, auf dem Programm. Ich fotografierte ihn ebenfalls in den frühen Morgenstunden. Doch um den Größenvergleich fair zu gestalten, muss man eines allerdings berücksichtigen: Entgegen seiner Berühmtheit ist Messier 13 in unseren Breitengraden weder der hellste noch der größte Kugelsternhaufen.

Hier muss sich der Herkuleshaufen mit 20 Bogenminuten und 5,8 mag Helligkeit anderen Objekten geschlagen geben. M22 ist mit 32 Bogenminuten und 5,2 mag deutlich größer und heller, und M4 übertrifft sogar diesen mit 36 Bogenminuten und 5,4 mag. Allerdings haben M22 und M4 einen entscheidenden Nachteil: Sie steigen mit nur knapp 15 Grad nicht sehr hoch über den Horizont und sind daher bei weitem nicht so präsent wie unser berühmtester Kugelsternhaufen.

Die Giganten im Vergleich

M 13Omega Centauri
20´55´Winkelausdehnung
5,8 mag5,3 magvisuelle Helligkeit
150 Lj180 LjDurchmesser
25.70016.900 LjEntfernung
HerkulesZentaurSternbild

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