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Dieser Artikel ist Teil meines 60-Tage-Praxistests zum ZWO Seestar S50 Pro*. Das Testgerät wurde mir für diesen Zeitraum von Astroshop / NIMAX GmbH zur Verfügung gestellt. Es handelte sich um keine Schenkung, und es gab keinerlei inhaltliche Vorgaben oder Einflussnahme auf meine Bewertung. Sämtliche Eindrücke, Urteile und Testergebnisse spiegeln ausschließlich meine persönliche, unbeeinflusste Meinung als Astrofotograf wider.
Da sich das nächste brauchbare Clear-Sky-Fenster erst für die Nacht von Samstag auf Sonntag ankündigt, nutze ich die kurze Zwangspause für ein kleines Update aus der Praxis.
Eigentlich hatte ich mir für die Nacht von Montag auf Dienstag fest vorgenommen, dem Crescentnebel (NGC 6888) eine echte Langzeitbelichtung zu spendieren. Kein Mosaik, keine Bildfelddrehung – ganz klassisch im AZ-Modus, aber dafür über die gesamte Nacht hinweg. Ich wollte einfach wissen, wie viel Qualität und Tiefe das Seestar S50 Pro herausholen kann, wenn man ihm etliche Stunden Belichtungszeit auf ein einzelnes Objekt gönnt.

Der Wettergott hatte allerdings andere Pläne: Nach nicht einmal zwei Stunden schoben sich dichte Wolkenfelder vor die Linse und machten dem Experiment ein schroffes Ende. Nach netto 101 Minuten war Schluss. Dennoch habe ich den fertigen App-Stack direkt auf dem Smartphone ein wenig nachbearbeitet. Für die kurze Belichtungszeit und die reine App-Bearbeitung zeigt sich der Crescentnebel gar nicht so übel, aber ärgerlich ist der Abbruch natürlich trotzdem.

Wichtiges Detail beim Speichern von FITS-Rohdaten
Ehrlich gesagt hatte mich das Thema FITS-Rohdaten beim Seestar bisher kaum interessiert. Für mich war das System primär ein unkompliziertes, entspanntes Zusatzgerät für nebenbei, bei dem ich mich gerne auf das fertige App-Ergebnis verlassen habe. Da ich das S50 Pro aber immer mehr als ernsthafte, hochmobile Astro-Ausrüstung in Betracht ziehe, kam mir die Anfrage eines Lesers vor Kurzem sehr gelegen: Er wollte gerne ein unbehandeltes Rohbild sehen, um die Datenqualität vor einer Kaufentscheidung besser einschätzen zu können. Das hat mich dazu gebracht, mir den Weg zu den einzelnen FITS-Dateien gestern genauer anzuschauen. Mein Plan steht nämlich fest: Bei der nächsten klaren Nacht werde ich die Einzelaufnahmen direkt mitspeichern und mir das Material in Siril genauer vornehmen.
Dabei ist mir ein entscheidendes Detail aufgefallen: Es gibt in den allgemeinen Systemeinstellungen der App keine globale Option, mit der man das Speichern der FITS-Rohdaten dauerhaft aktivieren kann. Wer seine Rohdaten sichern möchte, muss dies direkt während einer laufenden Stacking-Aufnahme erledigen. Dazu tippt man oben rechts auf die drei Punkte im Menü und aktiviert den Schalter „Speichern Sie jeden Frame“. Erst dann wandern die Einzelframes auf den internen Speicher.

Sobald der Himmel am Wochenende wieder aufmacht, geht es direkt weiter – dann hoffentlich mit einer durchgehenden Nacht und vollem FITS-Ordner für den PC!
Allzeit Clear Skies
Euer Dimi
























