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Dieser Artikel ist Teil meines 60-Tage-Praxistests zum ZWO Seestar S50 Pro*. Das Testgerät wurde mir für diesen Zeitraum von Astroshop / NIMAX GmbH zur Verfügung gestellt. Es handelte sich um keine Schenkung, und es gab keinerlei inhaltliche Vorgaben oder Einflussnahme auf meine Bewertung. Sämtliche Eindrücke, Urteile und Testergebnisse spiegeln ausschließlich meine persönliche, unbeeinflusste Meinung als Astrofotograf wider.
Gestern Nacht wollte ich es wissen und habe getestet, was das neue ZWO ZWO Seestar S50 Pro* im direkten Vergleich zum Ur-Seestar S50 leistet. Ich habe mir ein paar Objekte vorgenommen, die ich vor ein bis zwei Jahren schon mit dem alten S50 aufgenommen hatte, und habe die beiden Smart-Teleskope direkt gegeneinander antreten lassen.
Mir ging es keineswegs um einen wissenschaftlich exakten oder sportlich fairen Vergleich. Ich würde es eher einen unkonventionellen Schlagabtausch nennen, bei dem alle Boxer unabhängig von ihrer Gewichtsklasse in den Ring steigen. Ich wollte schlichtweg sehen, was mir die jeweilige App ganz ohne Drittanbieter-Software direkt aus dem Nachthimmel zaubert.
Rahmenbedingungen und Wolkenlotterie
Ich habe versucht, das Framing jeweils möglichst ähnlich zu wählen. Durch das größere Bildfeld des S50 Pro lässt sich das natürlich nur bedingt vergleichen, aber die Richtung stimmt. Bei den Belichtungszeiten hat mir das Wetter allerdings einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Durch durchziehende Schleierwolken kam beim S50 Pro bei den Objekten NGC 7000 und IC 63 etwas weniger Gesamtbelichtungszeit zusammen als damals beim S50.
Beim Elefantenrüsselnebel (IC 1396A), den ich bereits vor ein paar Tagen mit dem Pro aufgenommen habe, sieht es genau umgekehrt aus: Da wusste ich noch nichts von meinem heutigen Vergleichsvorhaben, weshalb das Pro auf satte 212 Minuten kam, während das alte S50 damals bei 139 Minuten stand. Hier hinkt der direkte Vergleich also ein wenig zugunsten des Pro.
Die Testobjekte im Überblick
Um die Detailunterschiede noch etwas genauer sichtbar zu machen, habe ich die FITS-Rohdaten aller Objekte zusätzlich in Siril registriert und exakt auf den gleichen Bildausschnitt zugeschnitten. Die Ergebnisse könnt ihr in den interaktiven Slidern direkt miteinander vergleichen.
NGC 7000 (Nordamerika-Nebel): Trotz leicht geringerer Belichtungszeit beim Pro-Modell zeigt sich der Dynamikumfang und das vergrößerte Feld der neuen Optik auf den ersten Blick.



IC 63 (Geist von Cassiopeia): Ein extrem schwaches Ziel. Bei aufziehenden Wolken zeigt sich rasch, wie die interne Verarbeitung mit schwierigen Transparenzen umgeht.



IC 1396A (Elefantenrüsselnebel): Mit 212 Minuten (Pro) gegen 139 Minuten (S50) der Ausreißer im Feld, aber extrem aufschlussreich für die Detailschärfe.



Zwischenfazit: Was hat sich in der Praxis getan?
Eines zeigt dieser direkte Schlagabtausch ganz deutlich: In Sachen Sensorik und interner Software-Verarbeitung hat ZWO in den letzten zwei Jahren spürbar nachgelegt.
Besonders die automatische Sterne-Reduzierung beim S50 Pro ist mir extrem positiv aufgefallen. Die Sterne wirken dadurch feiner, weniger aufgebläht und drängen sich nicht so dominant in den Vordergrund wie beim Ur-S50. Dadurch kommen die feinen Nebelstrukturen – wie beim Elefantenrüssel oder Nordamerika-Nebel – viel plastischer heraus. Auch die höhere Empfindlichkeit der neuen Kamera macht sich bei schwachen Signalen bemerkbar.
Man darf bei all dem Fortschritt allerdings den Preis nicht ganz aus den Augen verlieren. Das originale Seestar S50 startete damals mit einem Einführungspreis von etwa 675 € (später im Straßenpreis um 600 €). Das S50 Pro liegt zum Verkaufsstart jetzt bei 899 €. Wir sprechen hier also von einem Preissprung von gut 33 Prozent. Ob der Leistungssprung diesen Aufpreis rechtfertigt, muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Die Bilder zeigen aber klar, dass ZWO nicht nur an der Preisschraube, sondern auch an den entscheidenden Stellen der Bildqualität gedreht hat.
Randnotiz: Cleveres Aussortieren bei Wolken
Ein spannendes Detail am Rande: Das Seestar hat sich während der wechselhaften Bedingungen gestern als erstaunlich intelligent erwiesen. Es gab immer wieder Phasen, in denen dichte Wolkenbänke durchs Bild zogen. Die Software hat diese unbrauchbaren, trüben Frames erkannt, verworfen und gar nicht erst in den Live-Stack einberechnet. Das automatische Ausfiltern schlechter Aufnahmen klappt in der Praxis wirklich super.
Vielen Dank fürs Lesen und allzeit Clear Skies
Euer Dimi

























Hallo Dimmi,
Danke für das tolle Tagebuch. Ich verfolge es von Anfang an.
Als das S50Pro vorgestellt wurde, war ich wohl einer der ersten Besteller im Astroshop, denn 3 Tage später hatte ich es schon zu Hause.
Es ist mein erstes Seestar und deswegen komme ich noch nicht mit allem klar.
Vielleicht kannst Du auch mal so ein paar Tricks und Hürden erwähnen.
Ich verwende es von Anfang an im EQ Modus. Das Ausrichten geht ja wirklich furchtbar einfach und danach stimmt das Ziel, im Moment NGC6960, sehr genau.
Aber mein großes Problem ist, dass bei 60 Sekunden immer wieder die Meldung kommt „Sternspuren entdeckt, Bild verworfen. Man kann zwar Flugzeugspuren heraus rechnen lassen, was aber ausgeschaltet ist, aber Sternspuren ? Komischerweise hatte ich noch nie Flugzeugspuren im Bild,obwohl ich in der Einflugschneise vom Flughafen Köln wohne. Wenn ich mit meiner AM3 fotografiere über Asiair, sind etliche zu sehen, welche Siril aber heraus rechnet.
So bekomme ich in mehreren Stunden keine volle Stunde Belichtungszeit.
Erst mit 10 Sekunden Belichtung ging es dann einwandfrei, nur hatte ich dann in Siril über 2000 Bilder.
Da gibt es neben dem Live Modus einen Kontinuierlichen Modus, ist das eventuell die Lösung, aber nirgends finde ich eine Info was das ist.
Da du ja auch umsteigen willst auf EQ, hoffe ich das du darüber berichtest.
Ich freue mich schon auf den nächsten Tagebuch Eintrag.
Viele Grüße
Bernd
Servus Bernd,
vielen Dank für Dein tolles Feedback und dass Du mein Tagebuch von Anfang an verfolgst! Es freut mich riesig, dass Du beim S50 Pro direkt zugeschlagen hast.
Da ich selbst immer noch sehnsüchtig auf die ZWO TH10 Neigekopf-Halterung warte, konnte ich den EQ-Modus in der Praxis bisher wirklich nullkommanull testen oder nachvollziehen. Ich kann da aktuell also auch nur mutmaßen.
Ich könnte mir vorstellen, dass 60 Sekunden Einzelbelichtung ohne aktives Guiding schlicht zu viel für das kleine Getriebe sind. Wenn die Sterne durch minimale Nachführfehler leicht eifrig werden, schlägt die App Alarm („Sternspuren entdeckt“) und wirft das Bild konsequent weg. Bei Strichspuren von Flugzeugen ist das anders: Die kann die Software beim Stacking mathematisch rausschneiden, aber bei verwackelten Sternen ist das ganze Bild unbrauchbar.
Der kontinuierliche Modus dürfte nach meinem Verständnis einfach nur stur Einzelbilder speichern, ohne am Handy ein Live-Bild zusammenzurechnen – gegen Nachführfehler hilft das aber vermutlich auch nicht.
Ich würde testweise einfach mal auf 20 oder 30 Sekunden runtergehen und schauen, ob die Ausbeute besser wird. Sobald meine TH10-Halterung endlich da ist, knöpfe ich mir den EQ-Modus aber garantiert ausführlich für das Tagebuch vor!
Vielen Dank fürs Lesen und allzeit Clear Skies
Dimi
Hallo Dimi und Bernd
Ich habe das S50pro seit knapp 2 Wochen und nun etwa 20 verschiedene Objekt ausschliesslich im EQ Modus mit dem TH10 Kopf aufgenommen (PS: es ist eine neue Quick Release Plate von ZWO angekündigt, welche die Verbindung zum Seestar verbessert).
Meine Erfahrungen zur Belichtungszeit: 60 Sekunden geht definitiv nicht, 30 Sekunden geht meistens mit wenig verworfenen Bildern). Es gibt Nächte wo es aus was für Gründen nicht funktionert, dann gehe ich auf 20 Sekunden, was dann meist mit 0 verworfenen Bildern resultiert. Vor jeder Session mache ich jeweils eine genaue Ausrichtung (Neigung und Polar Alignement).
Die Endergebnisse sind um Längen besser als im S50. Mit der In-App und „normalen“ Fotoprogammen (ACDsee, Snapseed, Picasa) kriege ich tiefe und farblich stimmige Resultate, die sich auch bis A4 printen lassen (https://www.instagram.com/maedli12
Servus Holger.
Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht aus erster Hand! Das hilft Bernd und mir extrem weiter.
Deine Praxiswerte mit den 20 bis 30 Sekunden bestätigen genau das, was sich bei der Mechanik ohne aktives Guiding angedeutet hat. Dass die Ergebnisse im Vergleich zum Ur-S50 um Längen besser ausfallen und sich sogar bis A4 drucken lassen, klingt richtig stark.
Spannend ist auch dein Hinweis mit der neuen Schnellwechselplatte. Astroshop hat mir nämlich erst vor Kurzem geschrieben, dass sich genau diese neue ZWO TH10-Platte herstellerseitig etwas verzögert. Jetzt verstehe ich auch den Hintergrund! Ich habe Astroshop zwar direkt nach einer passenden Alternative gefragt, bin aber so oder so schon sehr gespannt darauf, den EQ-Modus auf Herz und Nieren zu testen, sobald die passende Hardware da ist.
CS, Dimi
Bin hier gelandet, weil ich gerade vom S50 aufs S50pro umgestiegen bin. Mein Problem beim S50 war das Bildfeld und die aufgeblasenen Sterne. Das S50 pro ist hier komplett überlegen. Ich bin gleich mal im Mosaikmodus mit NGC 7000 (und Umgebung)eingestiegen. Das gibt ein riesiges Gesichtsfeld und funktioniert mit 20s Belichtungen bestens. Der Chip ist zudem deutlich empfindlicher als beim S50. Das Getriebegeräusch klingt zumindest viel wertiger und professioneller als beim S50 mit seinen Plastikzahnrädern. Die Baseplate und der Neigekopf passen tatsächlich unter das Stativ, wenn man sauber aufräumt. Schade ist, dass man die Base-plate nicht am Gerät lassen kann, dann passte es nicht in die Aussparung rein. Da hätte man einen Schritt weiterdenken können, im Koffer wäre genug Platz sogar für eine evt. Powerbank (nutze ich immer) gewesen. Super ist jetzt auch die Weitwinkelkamera, die gleichzeitig aufnehmen kann. Und warum man das Gehäuse des Gerätes glatt macht wie eine Murmel, ohne Griffmulde, um es besser aus dem engen Koffer nehmen zu können ist auch nicht zu verstehen. Und wenn schon kein Filterrad eingebaut ist, man hätte ein Gewinde für 2″ Filter vorsehen können, das hätte glaube ich nicht mehr gekostet. Ich mochte mein S50, ich mag das S50pro schon jetzt viel lieber… Und mit wiewenig „Geraffel“ und Aufwand man jetzt hochwertige Aufnahmen machen kann, ist einfach super. Jetzt warten wir mal gespannt auf ein fiktives S90pro mit Bildfeldrotator und aktiver Kühlung und Filterrad als Konkurrenz zum Dwarf Draco…
Hallo und erst einmal vielen Dank für deinen tollen und ausführlichen Kommentar!
Ich bin beim Lesen über einen Punkt gestolpert und war ehrlich gesagt etwas überrascht. Belichtest du wirklich mit 20 Sekunden im reinen Alt-AZ-Modus? Normalerweise würde man da durch die fehlende Kompensation der Bildfeldrotation schon Sternstriche oder zumindest leichte Eiersterne in den Randbereichen erwarten. Mich würde echt interessieren, ob das bei dir komplett ohne Probleme klappt.
Das Platzproblem mit der Baseplate im mitgelieferten Koffer ist mir auch schon aufgefallen und das hätte man wirklich schlauer lösen können. Allerdings bin ich, wie ich schon ganz am Anfang meines Tagebuchs geschrieben habe, sowieso kein großer Fan von diesem Styropor-Koffer. Aus dem Grund schaue ich mich gerade nach einem vernünftigen Kamerarucksack um. Da soll dann neben dem Standardzubehör auch gleich das TH10 und meine Powerbank vernünftig reinpassen.
Zu deiner Überlegung mit dem eingebauten Filtergewinde habe ich kurz nachgedacht. Ein 2-Zoll-Filter hat ja ein M48-Gewinde, also nur 48 Millimeter freien Durchlass. Wären die nicht eigentlich einen Tick zu klein für vorne an der 50-Millimeter-Öffnung? Man würde sich damit ja quasi die Öffnung minimal beschneiden.
Dass das Gehäuse glatt wie eine Murmel geblieben ist und fast keine Design-Änderung stattfand, fand ich anfangs auch etwas enttäuschend. Das hatte ich an Tag 3 in meinem Tagebuch ja auch angesprochen. Ich gehe aber stark davon aus, dass das schlichtweg daran liegt, die Produktionskosten so günstig wie möglich zu halten.
Unterm Strich bin ich aber bisher auch super zufrieden mit dem S50 Pro und sehe aktuell überhaupt keinen Grund zu wechseln, auch nicht mit Blick auf den kommenden Dwarf Draco oder die Ankündigung des Atlas. Mit wie wenig Aufwand man mittlerweile solche Bilder machen kann, ist einfach klasse.
Vielen Dank fürs Lesen und allzeit Clear Skies
Euer Dimi
Hallo Dimi
Ich habe die letzte Nacht bei Vollmond „spasseshalber“ mit 60 Sekunden Frames im EQ Mode mit dem TH10 Kopf und der „alten“ Solving Plate getestet. Hier das Resultat:
C19: Beobachtungszeit Brutto: 170 Minuten: Netto: 142 Minuten / verworfen: 28.
M31: Beobachtungszeit: Brutto: 240 Minuten: Netto: 204 Minuten / verworfen: 36.
Ich würde sagen, das lässt sich im ersten Moment sehen und spricht für den 60 Sekunden Modus. Zwischen knapp 18 und 20 Prozent nicht gestackte Bilder! Das hat mich jetzt wirklich überrascht.
Bei besseren Sicht-Bedingungen möchte ich dann einen Qualitäts-Vergleich zwischen dem 20 und 60 Sekunden Modus vornehmen (hoffentlich im Oktober).
Hallo Holger,
das ist tatsächlich ziemlich interessant! Gerade weil ich bisher eher die Erfahrung anderer Nutzer hatte, dass 60 Sekunden im EQ-Modus wegen verworfener Aufnahmen problematisch sein können.
Bei deinen beiden Tests sind fast 85% der Aufnahmen im Stack geblieben. Das finde ich für 60 Sekunden wirklich bemerkenswert, zumal du das Ganze sogar bei Vollmond getestet hast. 😊
Ich bin deshalb sehr gespannt auf deinen Vergleich zwischen 20 und 60 Sekunden bei besseren Bedingungen. Gerade der Qualitätsunterschied dürfte dabei interessant werden.
Vielen Dank jedenfalls fürs Teilen deiner Ergebnisse!
Hallo liebe Sternfreunde !
Ich besitze ein Dwarf Mini. ich weiss, der Sensor ist bei weitem nicht so hochwertig wie der der ZWO pro Serie. Allerdings kann ich im AZ Modus 30 Sekunden belichten und im EQ Modus problemlos 120. 90 Sekunden gehen immer ohne Verluste. Ich verstehe nicht, was es für einen Sinn macht ein Teleskop in den EQ Modus zu versetzen wenn ich damit nur 30 Sekunden belichten kann. obgleich ich dazu meine eigene Theorie habe: Erstens sind die Beiden ZWO pro Teleskope deutlich schwerer als das Dwarf Mini! Das S30 pro weißt deutliches Getriebespiel in beiden Achsen auf und das S 50 pro ist fürs Schräglegen im EQ Modus einfach zu schwer. Dazu kommt, dass man die Gain Wertes bei den ZWO pro Geräten nicht verstellen kann (außer man Steuert über N.I.N.A. Dann hat man wohl die volle Kontrolle! Der Alpaca Modus in der Seestar App ermöglicht das ! Ich habe alle drei Teleskope getestet. Bin zugegebenermaßen noch etwas unschlüssig, aber in Anbetracht des Preises ist das Dwarf Mini mein absoluter Favorit!
Zu den Sternen
Jochen
Hallo Jochen,
vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Den Vergleich mit dem Dwarf Mini finde ich sehr interessant, zumal ich selbst eines hatte und es grundsätzlich wirklich gut fand.
Ich denke, bei der Belichtungszeit spielen beim S50 Pro mehrere Dinge zusammen: Das Mini hat nur 150 mm Brennweite und wiegt etwa 840 g, das S50 Pro dagegen 260 mm und ist deutlich schwerer. Dadurch wirken sich kleine Nachführfehler beim S50 Pro stärker aus und die Antriebe müssen natürlich auch mehr Masse bewegen. Deine Vermutung, dass das eine Rolle spielt, halte ich daher durchaus für plausibel – beweisen lässt sich das aber nur durch einen direkten Vergleich.
Bei der Software hatte ich mit dem Mini allerdings ebenfalls meine Probleme. Ich hatte teilweise Schwierigkeiten beim Plate Solving, wenn in der angefahrenen Richtung ein Haus oder etwas anderes im Weg war. Interessanterweise hatte ich sogar mit meinem S50 Standard, den ich ein Jahr zuvor hatte, weniger Probleme beim Finden der Objekte. Das war mit ein Grund, warum ich das Mini letztlich wieder abgegeben habe.
Trotzdem kann ich deine Vorliebe für Alt-Az gut verstehen. Der große Vorteil ist für mich der unkomplizierte Aufbau: Man kann das Teleskop schon tagsüber aufstellen und sogar aus der Ferne zu einem späteren Zeitpunkt eine Aufnahme starten. Das habe ich mit meinem S50 Pro bereits ausprobiert (Link)
Im EQ-Modus geht das so nicht, weil die Polarjustage natürlich erst bei ausreichenden Sternen durchgeführt werden kann.
Was die eigentliche Leistung des EQ-Modus betrifft, war ich bei meinem S50 Pro allerdings positiv überrascht. Ich habe beispielsweise bei SH2-142 in einer Nacht insgesamt 362 Minuten sammeln können. Auch wenn ich keinen direkten Vergleich zur gleichen Nacht im Alt-Az-Modus habe, zeigt das für mich schon sehr deutlich den Vorteil von EQ: Man kann über viele Stunden ohne Feldrotation weiterintegrieren.
CS, Dimi