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Dieser Artikel ist Teil meines 60-Tage-Praxistests zum ZWO Seestar S50 Pro*. Das Testgerät wurde mir für diesen Zeitraum von Astroshop / NIMAX GmbH zur Verfügung gestellt. Es handelte sich um keine Schenkung, und es gab keinerlei inhaltliche Vorgaben oder Einflussnahme auf meine Bewertung. Sämtliche Eindrücke, Urteile und Testergebnisse spiegeln ausschließlich meine persönliche, unbeeinflusste Meinung als Astrofotograf wider.
Technik-Praxistests halten immer wieder kleine Überraschungen bereit. Bei meinen jüngsten Milky-Way-Mosaikaufnahmen mit dem Seestar S50 Pro bin ich an eine ganz unerwartete Hürde gestoßen.
Sobald das Mosaik fertig gestackt war und die App an das interne Post-Processing ging – genau an der Stelle, an der der kleine „AI Enhance“-Zauberstab hin und her schwingt –, verabschiedete sich die Seestar-App ohne Vorwarnung und beendete sich komplett. Ich landete augenblicklich wieder auf dem Homescreen meines iPhones. Das passierte reproduzierbar immer nur bei den großen Milchstraßen-Mosaiken, während normale Tele-Mosaike ohne Mucken durchliefen.

Der Grund dafür dürfte am Arbeitsspeicher meines etwas in die Jahre gekommenen iPhone 13 Mini liegen. Die riesigen Mosaik-Dateien im Weitwinkelmodus überfordern schlicht den internen RAM beim Berechnen der Bildverbesserung.
Der Mac M1 als Lebensretter
Da ich aktuell noch kein neueres Smartphone nutze, musste eine Ausweichlösung her. Ich habe mir die Seestar-App einfach über den App Store auf mein MacBook Air M1 geladen und das S50 Pro direkt mit dem Mac verbunden. Ein riesiges Lob an ZWO, dass sie die iOS-App für macOS freigeschaltet haben – das ist bei mobilen Apps keineswegs selbstverständlich.
Über das MacBook lief der gesamte Workflow absolut geschmeidig. Der Download klappte auf Anhieb, und auch das AI Enhancement rechnete sauber durch.

Hochkant vs. Breitbild in der Morgendämmerung
Bei den Ergebnissen gab es allerdings sichtbare Unterschiede, was schlicht am Timing lag.
Das Hochformat-Mosaik („Vertical“) entstand in der sehr frühen Morgendämmerung gegen 05:19 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war der Himmel noch brauchbar dunkel, und das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Die Milchstraße hebt sich schön über dem Beobachtungsplatz ab.


Das Breitbild-Mosaik („Horizontal / Wide“) habe ich knapp 20 Minuten später gestartet. Zu dieser Zeit war die Dämmerung schon so weit fortgeschritten, dass der Himmel deutlich zu hell wurde. Das gestreute Dämmerungslicht nimmt dem Sensor jeglichen Kontrast, weshalb das Breitbild im Vergleich eher blass und ausgewaschen wirkt.


Solange ich noch Milchstraßen-Mosaike aufnehme, werde ich bei diesen riesigen Datenmengen also vorerst auf das MacBook Air zurückgreifen. Das betrifft wirklich nur den extrem datenintensiven Weitwinkelbereich der Milchstraße. Normale Tele-Mosaike – selbst mit mehreren Paneelen – steckt mein iPhone 13 Mini mit seinen 4 GB RAM weiterhin absolut mühelos weg.
Vielen Dank fürs Lesen und allzeit Clear Skies
Euer Dimi
























