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Dieser Artikel ist Teil meines 60-Tage-Praxistests zum ZWO Seestar S50 Pro*. Das Testgerät wurde mir für diesen Zeitraum von Astroshop / NIMAX GmbH zur Verfügung gestellt. Es handelte sich um keine Schenkung, und es gab keinerlei inhaltliche Vorgaben oder Einflussnahme auf meine Bewertung. Sämtliche Eindrücke, Urteile und Testergebnisse spiegeln ausschließlich meine persönliche, unbeeinflusste Meinung als Astrofotograf wider.
Wer mein Tagebuch von Anfang an verfolgt, weiß, dass ich mit dem mitgelieferten EPP-Koffer nicht wirklich warm geworden bin. Praktisch und leicht ist er zweifellos, aber gerade wenn man das S50 Pro auch einmal mit auf Reisen nehmen möchte, finde ich ihn einfach nicht besonders attraktiv. Das hatte ich bereits beim Unboxing an Tag 3 angesprochen. Also musste eine andere Lösung her.
Ein Kamerarucksack für das komplette Reise-Setup
Ich habe mich deshalb für einen K&F Concept Kamerarucksack mit 20 Litern* entschieden. Der Rucksack ist mit etwa 30 × 17 × 44 cm erfreulich kompakt und bietet trotzdem erstaunlich viel Platz. Das Hauptfach lässt sich komplett öffnen und mit den herausnehmbaren Trennwänden individuell aufteilen. Dazu gibt es ein separates Laptopfach für Geräte bis 15,6 Zoll sowie weitere Fächer für Kleinkram.
Genau das war für mich entscheidend. Ich möchte darin nicht nur das S50 Pro* und dessen Originalzubehör unterbringen, sondern auch den TH10-Videoneiger*, eine Powerbank, Netzteil, Kabel und sonstiges Zubehör. Und irgendwann soll dort auch noch ein etwas größeres, aber trotzdem kompaktes Reisestativ Platz finden.

Noch wichtiger ist mir aber, dass der Rucksack nicht ausschließlich zum Transport des Teleskops taugt. Wenn ich damit irgendwann wirklich in den Urlaub fliege, möchte ich nicht zusätzlich noch eine zweite Tasche für das normale Reisezeug mitschleppen müssen.
MacBook Air, Reisepässe, Geldbeutel und etwas persönlicher Kleinkram sollen deshalb ebenfalls noch unterkommen. Und genau hier gefällt mir das Konzept bisher richtig gut.
Auch für kleine Airlines interessant
Ein weiterer Punkt war für mich natürlich die Größe. Gerade bei Airlines wie Ryanair möchte ich nicht mit einem zu großen Rucksack am Gate stehen und anschließend feststellen, dass er nicht ins Gepäckmessgerät passt. Mit seinen rund 30 × 18 × 44 cm liegt der Rucksack zwar bei der Höhe ein paar Zentimeter über den Maßen, die für das kleine Handgepäck unter dem Sitz gelten. Aus meiner bisherigen Erfahrung sehe ich darin allerdings kein großes Problem. Der Rucksack ist weich und lässt sich durchaus etwas stauchen oder quetschen. Wenn er sich dadurch in das Gepäckmessgerät hineinstecken lässt, wurde bei mir bisher auch entsprechend kulant damit umgegangen. Die vier Zentimeter dürften deshalb in der Praxis kaum ein Problem darstellen.
Und tatsächlich passt schon erstaunlich viel hinein
Ich habe den Rucksack jetzt einmal mit dem Zubehör bestückt und war dabei positiv überrascht, wie gut sich alles unterbringen lässt. Die gepolsterten Trennwände ermöglichen es, die Fächer genau an das eigene Equipment anzupassen.

Auch das S50 Pro selbst findet zusammen mit dem TH10 und dem übrigen Zubehör problemlos in diesem Fach Platz. Dazu kommen Netzteil, Kabel und weitere Kleinteile. Das Stativ kann außen beziehungsweise über die dafür vorgesehenen Befestigungsmöglichkeiten transportiert werden. Gerade für die geplante Reisekonfiguration gefällt mir diese Aufteilung bisher richtig gut.

Was mir besonders gefällt: Der Rucksack sieht eben nicht nach einem reinen Astro-Koffer aus. Wenn ich damit später tatsächlich durch einen Flughafen laufe, habe ich einen normalen Kamerarucksack auf dem Rücken und nicht das Gefühl, mein halbes Observatorium durch die Gegend zu tragen. 😄

Vorläufiges Fazit
Für den Moment bin ich mit der Lösung ziemlich zufrieden.
Der EPP-Koffer des S50 Pro bleibt natürlich erhalten – schon allein für die sichere Aufbewahrung zu Hause. Für Reisen gefällt mir der Kamerarucksack aber jetzt schon deutlich besser.
Ob sich das Ganze auch im echten Urlaub bewährt, muss sich allerdings noch zeigen. Gerade wenn zusätzlich TH10, Stativ, Powerbank und normales Reisegepäck zusammenkommen, wird es interessant.
Für heute kann ich erst einmal sagen: Das S50 Pro ist seinem EPP-Koffer entkommen. 😉
Vielen Dank fürs Lesen und allzeit Clear Skies
Euer Dimi
























