Über diese Objekt
Die Andromeda-Galaxie, katalogisiert als Messier 31 (M31), ist die größte Galaxie der Lokalen Gruppe und die uns am nächsten gelegene große Spiralgalaxie. Bereits im Jahr 964 n. Chr. wurde sie erstmals von dem persischen Astronomen Abd al-Rahman al-Sufi als „kleine Wolke“ beschrieben. Mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 3,4 mag ist sie bei dunklem Himmel sogar mit bloßem Auge als lichtschwacher Fleck sichtbar. Das Alter der Galaxie wird auf etwa 10 Milliarden Jahre geschätzt, wobei sich ihre heutige komplexe Spiralstruktur durch verschiedene Verschmelzungsprozesse über die Äonen hinweg gebildet hat.
Hintergrund und wissenschaftliche Details
- Lokale Gruppe: M31 fungiert als dominantes gravitatives Zentrum der Lokalen Gruppe, zu der auch unsere Milchstraße und das Triangulum-Galaxiesystem (M33) gehören.
- Galaktische Evolution: Die Struktur weist komplexe Gezeitenströme auf, die durch die Interaktion mit ihren Begleitgalaxien (insbesondere M32 und M110) entstanden sind und die Entwicklung des galaktischen Halos maßgeblich prägen.
- Zentrales Schwarzes Loch: Im Zentrum von M31 befindet sich ein supermassives Schwarzes Loch, das eine Masse von etwa 100 Millionen Sonnenmassen besitzt.
- Sternentstehung: In den Spiralarmen befinden sich ausgeprägte Sternentstehungsregionen, die durch Dichtewellen im interstellaren Medium angeregt werden und eine hohe Rate an jungen, massereichen Sternpopulationen aufweisen.
- Zukunft: Aufgrund der wechselseitigen Gravitationsanziehung bewegen sich die Milchstraße und M31 aufeinander zu, was in etwa 4,5 Milliarden Jahren zu einer Verschmelzung der beiden Galaxien führen wird.
Aufnahme Details
| Datum: | 21. 08. 2020 |
| Teleskop: | Teleskop N 150/750 Photon OTA* |
| Montierung: | Skywatcher EQ5* |
| Kamera: | iPhone XR |
| Filter: | |
| Zubehör: | ??mm Okular |
| Aufnahmezeit : | vermutl. 3s |
| Anmerkung: |
Über diese Aufnahme
Dieses Bild entstand am 21. August 2020. Nach dem ersten Versuch mit dem Smartphone, bei dem ich einfach nur „draufgehalten“ habe, wollte ich mehr. Ich habe mein iPhone XR genommen und mich an einer manuellen Nachführung versucht. Mit Belichtungszeiten zwischen 3 und 5 Sekunden war das eine echte Herausforderung für die Hand-Auge-Koordination, um das Objekt irgendwie im Zentrum zu halten. Der Fortschritt zum vorherigen Bild ist deutlich: Die Sterne sind punktförmiger, und der helle Kern der Andromeda-Galaxie tritt wesentlich klarer hervor. Es war eine wichtige Lektion darüber, wie stark sich schon eine minimal längere Belichtungszeit in Kombination mit vorsichtiger Nachführung auf das Ergebnis auswirkt.





















