Über diese Aufnahme
Am 5. Oktober 2022 habe ich diesen Testschuss gewagt. Das Ziel war nicht das perfekte Bild, sondern die einfache Frage: Wie groß ist M31 in meinem Gesichtsfeld? Da das Objekt zudem sehr tief am Himmel stand, waren die atmosphärischen Bedingungen nicht ideal, aber für einen ersten Größenvergleich war es aufschlussreich. Das Ergebnis verdeutlicht, dass mein aktuelles Setup mit dem LX200R ein Spezialist für kleine, kompakte Objekte ist und bei solch ausgedehnten Nachbarn an seine optischen Grenzen stößt. Ein spannender Test, um die Ausrüstung besser kennenzulernen.
Aufnahme Details
| Datum: | 05. 10. 2022 |
| Teleskop: | Meade LX200 ACF 3550/355* |
| Montierung: | |
| Kamera: | Canon EOS 1100D |
| Filter: | |
| Zubehör: | |
| Aufnahmezeit : | 5s |
| Anmerkung: |
Über diese Objekt
Die Andromeda-Galaxie, Messier 31, ist das massereichste Mitglied unserer lokalen Galaxiengruppe und die nächstgelegene große Spiralgalaxie. Mit einer Ausdehnung, die am Himmel mehr als sechs Vollmonde aneinandergereiht einnehmen würde, ist sie ein gigantisches Sternsystem, das Schätzungen zufolge eine Billion Sterne beherbergt. Befände sich dieses Objekt in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Sonnensystems, wäre der Anblick so gewaltig, dass das Konzept einer dunklen Nacht nicht existieren würde; das Licht der Milliarden Sterne würde den gesamten Himmel in ein permanentes, diffuses Leuchten tauchen. Sie ist keine statische Ansammlung, sondern ein aktives, gigantisches Labor der Galaxienentwicklung.
Hintergrund und wissenschaftliche Details
- Struktur des Kerns: M31 weist eine ungewöhnliche „Doppelkern“-Struktur (P1 und P2) auf, die astrophysikalisch als eine exzentrische Scheibe aus alten Sternen interpretiert wird, die um ein supermassereiches Schwarzes Loch rotiert.
- Sternentstehungs-Ringe: Weit außerhalb des galaktischen Zentrums zeigen Infrarot-Beobachtungen ausgeprägte Ringstrukturen, in denen intensive Sternentstehungsprozesse ablaufen, was vermutlich durch frühere Kollisionen mit Satellitengalaxien induziert wurde.
- Dunkle Materie: Durch Messungen der Rotationskurven im äußeren Halo konnte nachgewiesen werden, dass der Anteil an Dunkler Materie in M31 den der leuchtenden Materie bei weitem übersteigt und die strukturelle Integrität des Systems maßgeblich stützt.
- Chemische Evolution: Das galaktische Halo enthält eine hohe Dichte an metallarmen, uralten Sternpopulationen, die wichtige Rückschlüsse auf die Akkretionsgeschichte der Galaxie und die frühe nucleosynthetische Umgebung erlauben.
Objekt Details
| Katalognummer(n): | M 31 |
| Typ: | Spiralgalaxie |
| Entfernung: | ca. 2,5 Mio Lj. |
| Ausdehnung: | ca. 200.000 Lj. |
| scheinbare Helligkeit: | ca. 3,5 mag |
| Sternbild: | Andromeda |
Weitere Aufnahmen
Hier findest du weitere Versionen dieses Objekts aus dem Astroarchiv

























