Über diese Objekt
Messier 13 (M13), oft als der „Große Kugelsternhaufen im Herkules“ bezeichnet, ist zweifellos einer der beeindruckendsten Kugelsternhaufen am Nordhimmel. Er wurde 1714 von Edmond Halley entdeckt. Mit einem Alter von rund 12 Milliarden Jahren beherbergt er hunderte Tausende von Sternen, die in einem dichten, gravitativ gebundenen System zusammengehalten werden. M13 ist für uns Astronomen ein faszinierendes Objekt, da er uns einen direkten Blick auf eine der ältesten Strukturen unserer Galaxie ermöglicht.
Hintergrund und wissenschaftliche Details
- Sternenreichtum: Die Sterndichte in seinem Zentrum ist enorm hoch, was M13 trotz einer Entfernung von etwa 25.000 Lichtjahren so spektakulär aussehen lässt.
- Population II: Die Sterne in M13 sind metallarm, was bedeutet, dass sie in einer sehr frühen Phase des Universums entstanden sind.
- Beobachtbarkeit: Er ist eines der dankbarsten Objekte für Einsteiger, da er bereits bei geringer Vergrößerung als verwaschener Fleck und bei höherer Vergrößerung als funkelnde Ansammlung von Einzelsternen sichtbar wird.
Objekt Details
| Katalognummer(n): | M 13 |
| Typ: | Kugelsternhaufen |
| Entfernung: | ca. 25.000 Lj. |
| Ausdehnung: | ca. 145 Lj. |
| scheinbare Helligkeit: | ca. 5,8 mag |
| Sternbild: | Herkules |
Über diese Aufnahme
Diese Aufnahme vom 22. September 2020 ist für mich ein schöner Beleg dafür, wie man sich technisch weiterentwickelt. Nachdem ich M13 Anfang August noch mühsam manuell mit dem Smartphone durch das Okular „gejagt“ habe, kam hier das gleiche Setup wie bei meiner Aufnahme von M51 zum Einsatz: Der Newton 150/750, diesmal unterstützt durch den Schrittmotor und meine Sony NEX5. Bei 25 Sekunden Belichtungszeit lässt sich der Unterschied zum ersten Versuch sofort erkennen. Der Kugelsternhaufen wirkt nicht mehr wie ein verwaschener Nebelfleck, sondern zeigt Struktur und die ersten Einzelsterne lösen sich wunderbar auf. Es ist ein beruhigendes Gefühl, zu sehen, dass man mit dem vorhandenen Equipment durch den gezielten Einsatz von Technik – hier eben die motorisierte Nachführung – so viel mehr aus einem Objekt herausholen kann.
Aufnahme Details
| Datum: | 22. 09. 2020 |
| Teleskop: | Teleskop N 150/750 Photon OTA* |
| Montierung: | Skywatcher EQ5* |
| Kamera: | Sony NEX5 |
| Filter: | |
| Zubehör: | |
| Aufnahmezeit : | 25s |
| Anmerkung: |
Ältere Aufnahmen
Interessiert an der Entstehung? Hier findest du meine früheren Versionen dieses Objekts aus dem Astroarchiv






















