Über diese Aufnahme
Am 25. Mai 2023 habe ich mich erneut an diesem Klassiker versucht. Mein Ziel war es, den Propeller und die Einzelsterne im Zentrum scharf abzubilden. Bei der Astrofotografie ist die Grenze zwischen „sauberer Auflösung“ und „überschärftem Bild“ extrem schmal. Das hier entstandene Bild zeigt die typische Falle, in die man bei der Bearbeitung tappen kann. Durch den Versuch, die Sterne im Kern hart voneinander zu trennen, wirkt das Bild unnatürlich und zeigt ein stärkeres Rauschen.
Aufnahme Details
| Datum: | 25. 05. 2023 |
| Teleskop: | Meade LX200 ACF 3550/355* |
| Montierung: | |
| Kamera: | Canon EOS 1100D |
| Filter: | |
| Zubehör: | |
| Aufnahmezeit : | – |
| Anmerkung: |
Über diese Objekt
Messier 13 ist zweifellos der prachtvollste Kugelsternhaufen am nördlichen Nachthimmel. Wenn man den Blick im Sternbild Herkules nach oben richtet, offenbart sich ein gewaltiger Ball aus hunderten Tausenden Sternen, die durch die eigene Schwerkraft in einer perfekten Kugelform gehalten werden. M13 ist ein echtes Schwergewicht. Er liegt etwa 25.000 Lichtjahre von uns entfernt und beherbergt Sterne, die fast so alt sind wie das Universum selbst.
Ein besonderes Highlight für erfahrene Beobachter und Astrofotografen ist der sogenannte Propeller. Das ist kein physisches Objekt, sondern eine markante Struktur aus drei dunklen Staubbahnen, die sich wie die Rotorblätter eines Propellers durch das dichte Sternenfeld ziehen. Diese Regionen sind so staubreich, dass sie das Licht der dahinter liegenden Sterne abschirmen, was im Teleskop ein faszinierendes Muster ergibt.
Hintergrund und wissenschaftliche Details
- Extremes Alter: Die Sterne in M13 sind etwa 12 bis 13 Milliarden Jahre alt und entstanden somit in der Frühphase unserer Galaxie.
- Kern-Dichte: Die Dichte im Zentrum ist so hoch, dass die Sterne im Durchschnitt nur Lichtmonate voneinander entfernt sind, was die Auflösung der Einzelsterne zu einer technischen Herausforderung macht.
- Der Propeller: Dieses dunkle Areal entsteht durch interstellare Staubwolken innerhalb des Haufens, die sich vor das helle Sternenmeer schieben und bei ausreichender Auflösung als „Schatten“ sichtbar werden.
- Sternenarmut: Im Gegensatz zu offenen Sternhaufen findet in M13 keine Sternbildung mehr statt, da das notwendige Gasmaterial längst aufgebraucht ist.
Objekt Details
| Katalognummer(n): | M 13 |
| Typ: | Kugelsternhaufen |
| Entfernung: | ca. 25.000 Lj. |
| Ausdehnung: | ca. 145 Lj. |
| scheinbare Helligkeit: | ca. 5,8 mag |
| Sternbild: | Herkules |
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